Warum ein gutes Selleriesaft Rezept den Unterschied macht
Selleriesaft trinken ist das eine – ihn richtig zubereiten das andere. Ich presse seit August 2023 jeden Morgen meinen Selleriesaft und kann dir aus Erfahrung sagen: Die Art der Zubereitung entscheidet massiv über Geschmack, Nährstoffgehalt und letztendlich auch darüber, ob du dabei bleibst.
Am Anfang dachte ich: „Sellerie in den Entsafter, fertig.“ Schnell merkte ich aber, dass es deutliche Unterschiede gibt. Manche Methoden liefern mehr Saft, andere gehen schneller, wieder andere schmecken angenehmer. Und ehrlich? An Tagen, an denen ich meinen Selleriesaft auslasse, merke ich inzwischen, dass mir etwas fehlt.
In diesem Artikel zeige ich dir fünf Selleriesaft Rezepte, die ich alle selbst ausprobiert habe – mit ihren Vor- und Nachteilen, praktischen Tipps und realistischen Erwartungen. Keine übertriebenen Heilsversprechen, sondern echte Praxiserfahrung.
Was macht ein gutes Selleriesaft Rezept aus?
Bevor wir zu den konkreten Methoden kommen, lass uns klären, worauf es wirklich ankommt. Ein gutes Selleriesaft Rezept erfüllt drei Kriterien:
Maximale Nährstoffausbeute: Die Zubereitungsmethode sollte möglichst viele Vitalstoffe erhalten. Hitze und Oxidation sind dabei die größten Feinde. Studien zeigen, dass mechanische Entsaftung die Bioverfügbarkeit von sekundären Pflanzenstoffen deutlich erhöht.
Praktikabilität im Alltag: Wenn die Zubereitung zu aufwendig ist oder die Reinigung ewig dauert, hältst du nicht durch. Punkt. Ein Selleriesaft Rezept muss in deinen Morgen passen, nicht umgekehrt.
Geschmackliche Akzeptanz: Selleriesaft ist kein Fruchtpunsch. Er schmeckt erdig, leicht salzig, manchmal bitter. Das muss man mögen lernen. Aber es gibt Unterschiede in der Intensität, je nachdem wie du ihn zubereitest.
Die meisten
Rezepte basieren auf der Methode von Anthony William, dem Medical Medium, der Selleriesaft populär gemacht hat. Seine Grundregel: 500ml purer Staudensellerie, ohne Zusätze, auf nüchternen Magen. Diese Basis bleibt bei allen Methoden gleich.
Methode 1: Der Slow Juicer – Meine persönliche Empfehlung
Das ist meine tägliche Routine seit über zwei Jahren. Ich nutze einen Angel Juicer, einen Slow Juicer mit horizontalem Presswerk. Warum? Weil die Saftausbeute einfach unschlagbar ist.
So bereitest du Selleriesaft mit dem Slow Juicer zu:
Schritt 1: Vorbereitung (3 Minuten) Wasche eine ganze Stange Staudensellerie gründlich unter fließendem Wasser. Du brauchst etwa 700-800g Sellerie für 500ml Saft. Schneide die Stangen in handliche Stücke – bei meinem Angel Juicer reichen 10-15cm lange Stücke.
Schritt 2: Entsaften (5 Minuten) Gib die Selleriestangen langsam in die Einfüllöffnung. Bei einem Slow Juicer wie dem Angel Juicer arbeiten zwei Edelstahl-Presswalzen mit nur 82 Umdrehungen pro Minute. Das Ergebnis: Kaum Oxidation, maximale Nährstoffausbeute, sehr trockener Trester.
Schritt 3: Trinken Idealerweise trinkst du den Saft sofort. Die Farbe ist leuchtend grün, die Konsistenz samtig. Geschmacklich intensiv, aber nicht unangenehm bitter.
Vorteile dieser Methode:
- Höchste Saftausbeute (bis zu 30% mehr als bei Zentrifugalentsaftern)
- Minimale Oxidation durch langsame Pressung
- Sehr trockener Trester, kaum Verschwendung
- Haltbarkeit bis zu 24 Stunden im Kühlschrank möglich
Nachteile:
- Anschaffungskosten (Angel Juicer liegt im höheren Preissegment)
- Etwas mehr Reinigungsaufwand als bei einfachen Geräten
- Nicht für schnelle Morgenmuffel geeignet
Meine ehrliche Meinung: Der Angel Juicer war eine Investition, aber sie hat sich gelohnt. Die Saftausbeute rechtfertigt den Preis langfristig, und die Qualität des Safts ist spürbar besser als bei günstigeren Alternativen.
Methode 2: Der Zentrifugalentsafter – Schnell und unkompliziert
Zentrifugalentsafter sind die Einstiegsvariante. Sie arbeiten mit hoher Geschwindigkeit (bis zu 15.000 Umdrehungen) und pressen den Saft durch Zentrifugalkraft aus dem Pflanzenmaterial.
Selleriesaft Rezept für Zentrifugalentsafter:
Vorbereitung: Wasche den Sellerie und schneide ihn in grobe Stücke. Bei den meisten Geräten passen auch ganze Stangen durch die Öffnung.
Entsaften: Schalte das Gerät ein und gib die Selleriestangen zügig nach. Der Saft fließt direkt in den Auffangbehälter. Fertig in 2-3 Minuten.
Besonderheit: Der Saft schäumt deutlich stärker als bei Slow Juicern. Das liegt an der Lufteinwirbelung durch die hohe Geschwindigkeit.
Vorteile:
- Sehr schnell (ideal für morgens)
- Günstiger in der Anschaffung
- Einfache Reinigung bei vielen Modellen
Nachteile:
- Geringere Saftausbeute (ca. 20-30% weniger als Slow Juicer)
- Mehr Oxidation durch Hitzeentwicklung und Lufteinwirbelung
- Kürzere Haltbarkeit (sofort trinken empfohlen)
- Oft etwas bitterer im Geschmack
Für wen geeignet: Wenn du gerade erst mit Selleriesaft anfängst und nicht sicher bist, ob du dabei bleibst, ist ein Zentrifugalentsafter ein guter Start. Du kannst später immer noch upgraden.
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Methode 3: Der Hochleistungsmixer mit Nussmilchbeutel
Kein Entsafter? Kein Problem. Mit einem guten Hochleistungsmixer und einem Nussmilchbeutel kommst du auch zum Ziel. Diese Methode ist etwas arbeitsintensiver, funktioniert aber durchaus.
So geht’s:
Schritt 1: Wasche und schneide 700-800g Staudensellerie in grobe Stücke.
Schritt 2: Gib den Sellerie mit etwa 100-150ml Wasser in den Hochleistungsmixer. Mixe auf höchster Stufe etwa 60 Sekunden, bis eine homogene Masse entsteht.
Schritt 3: Gieße die Mischung durch einen Nussmilchbeutel in eine Schüssel. Presse und wring den Beutel kräftig aus, um so viel Saft wie möglich zu gewinnen.
Ergebnis: Du bekommst etwa 400-450ml Saft, der Trester bleibt relativ feucht.
Vorteile:
- Keine Extra-Anschaffung nötig, wenn du schon einen Mixer hast
- Mehr Ballaststoffe im Saft (wenn du etwas Fruchtfleisch durchlässt)
Nachteile:
- Zeitaufwendig und körperlich anstrengend
- Geringere Saftausbeute
- Mehr Abwasch (Mixer + Nussmilchbeutel)
- Der Saft ist oft etwas dickflüssiger und faseriger
Meine Erfahrung: Diese Methode habe ich anfangs probiert. Sie funktioniert, aber nach zwei Wochen täglichem Auswringen hatte ich keine Lust mehr. Für gelegentliche Selleriesaft-Tage okay, für die tägliche Routine zu aufwendig.
Methode 4: Der vertikale Slow Juicer – Die Platzspar-Variante
Vertikale Slow Juicer sind kompakter als horizontale Modellen wie mein Angel Juicer. Sie arbeiten ebenfalls mit niedriger Drehzahl, haben aber ein aufrecht stehendes Presswerk.
Selleriesaft Rezept mit vertikalem Slow Juicer:
Die Zubereitung läuft ähnlich wie bei Methode 1. Du schneidest den Sellerie in Stücke und gibst ihn von oben in die Öffnung. Die Presschnecke zerquetscht das Material und trennt Saft vom Trester.
Unterschied zu horizontalen Modellen:
Die Saftausbeute ist meistens etwas geringer als bei Premiumgeräten wie dem Angel Juicer, aber deutlich besser als bei Zentrifugalentsaftern. Der große Vorteil: Sie nehmen weniger Platz auf der Arbeitsplatte ein.
Vorteile:
- Platzsparend
- Gute Saftausbeute
- Moderate Anschaffungskosten
- Schonende Verarbeitung
Nachteile:
- Nicht ganz so effizient wie Premium-Horizontalentsafter
- Bei manchen Modellen etwas mehr Verstopfungsgefahr bei faserigem Material
- Kleinere Einfüllöffnung
Für wen geeignet: Wenn du wenig Platz hast, aber trotzdem einen hochwertigen Slow Juicer möchtest, ist ein vertikales Modell eine gute Wahl.
Methode 5: Die „Meal Prep“ Variante – Saft auf Vorrat
Viele fragen mich: „Kann ich den Saft nicht einfach für die ganze Woche vorbereiten?“ Anthony William empfiehlt frisch gepressten Saft, aber ich verstehe den Wunsch nach Zeitersparnis.
So funktioniert Selleriesaft auf Vorrat:
Sonntags-Routine: Entsafte eine größere Menge Sellerie (etwa 3-4kg für 5 Tage). Fülle den Saft sofort in luftdichte Glasflaschen und verschließe sie fest. Lagere sie im Kühlschrank.
Wichtig: Der Saft oxidiert mit jedem Tag mehr. Die Nährstoffdichte sinkt, der Geschmack verändert sich leicht.
Vorteile:
- Zeitsparend unter der Woche
- Du kannst nicht „vergessen“ den Saft zu machen
- Weniger Reinigungsaufwand (1x statt 5x)
Nachteile:
- Nährstoffverlust durch Oxidation
- Geschmack wird intensiver/bitterer
- Benötigt viel Kühlschrankplatz
- Nicht die „optimale“ Variante laut Medical Medium
Meine Meinung: Besser Selleriesaft aus dem Kühlschrank als gar keiner. Wenn dein Alltag so vollgepackt ist, dass du morgens keine 10 Minuten hast, ist diese Methode ein Kompromiss. Aber wenn möglich, presse ich lieber frisch.
MEINE EHRLICHE MEINUNG
Seit August 2023 trinke ich fast ausschließlich Rezept 1 – den puren Selleriesaft. Warum? Weil ich nach einigen Wochen gemerkt habe, dass ich genau diesen Geschmack morgens brauche. Er weckt mich, er erdet mich, er ist mein Ritual.
Aber ich verstehe total, wenn du am Anfang damit kämpfst. Vielleicht startest du die ersten zwei Wochen mit Rezept 2 (Gurke). Deine Brücke zum puren Saft.
Hier gehts zu: 5 geniale Selleriesaft Rezepte: Von pur bis Power-Mix
Mein Rat:
- Woche 1-2: Starte mit Rezept 2 oder 3, um dich an den Geschmack zu gewöhnen
- Woche 3-4: Reduziere schrittweise die Gurke/den Apfel
- Ab Woche 5: Versuch den puren Saft – du wirst überrascht sein, wie normal er plötzlich schmeckt
Wichtig: Egal welches Rezept – trinke den Saft immer frisch gepresst und auf nüchternen Magen. Das ist entscheidender als die exakte Zutatenliste.
Die häufigsten Fehler beim Selleriesaft Rezept – und wie du sie vermeidest
Nach über zwei Jahren täglicher Praxis habe ich so ziemlich jeden Anfängerfehler selbst gemacht. Hier sind die wichtigsten:
Fehler 1: Zu wenig Sellerie kaufen Eine Stange Sellerie klingt nach viel, ergibt aber nur etwa 400-500ml Saft. Für die empfohlenen 500ml brauchst du oft 1,5 Stangen. Kauf lieber zu viel als zu wenig.
Fehler 2: Den Sellerie nicht richtig waschen Sellerie wächst bodennah und sammelt Erde in den Zwischenräumen. Spüle jede Stange einzeln unter fließendem Wasser ab und reinige die Innenseiten der Stangen.
Fehler 3: Blätter wegwerfen Die Blätter enthalten viele Nährstoffe und geben dem Saft eine angenehm würzige Note. Lass sie dran, außer sie sind welk oder braun.
Fehler 4: Falscher Zeitpunkt Selleriesaft wirkt am besten auf nüchternen Magen, mindestens 15-20 Minuten vor dem Frühstück. Nach dem Essen verliert er viel von seiner Wirkung.
Fehler 5: Zu schnell aufgeben Die ersten drei Tage schmeckt Selleriesaft oft gewöhnungsbedürftig. Dein Gaumen braucht Zeit, sich anzupassen. Nach einer Woche findest du den Geschmack meist schon normal.
FAQ: Häufige Fragen zu Selleriesaft Rezepten
Muss ich Bio-Sellerie verwenden?
Das ist eine Gewissensfrage. Bio-Sellerie belastet deinen Körper nicht mit Pestiziden, ist aber deutlich teurer. Wenn du konventionellen Sellerie kaufst, wasche ihn sehr gründlich. Ich nutze meist Bio, greife aber auch mal zu konventionellem, wenn das Budget knapp ist. Regelmäßiger Selleriesaft in konventioneller Qualität ist immer noch besser als keiner.
Kann ich den Selleriesaft mit anderen Zutaten mischen?
Anthony William empfiehlt puren Sellerie für maximale Wirkung. Wenn du den Geschmack aber wirklich nicht erträgst, kannst du eine halbe grüne Gurke oder einen kleinen grünen Apfel hinzufügen. Das macht den Saft milder. Aber ehrlich: Nach ein paar Wochen brauchst du das wahrscheinlich nicht mehr.
Wie lange ist selbstgemachter Selleriesaft haltbar?
Frisch gepresst und sofort getrunken ist optimal. Im Kühlschrank in einer verschlossenen Glasflasche hält er sich 24 Stunden, verliert aber stündlich an Nährstoffen. Nach 48 Stunden würde ich ihn nicht mehr trinken. Die Farbe wird bräunlich, der Geschmack unangenehm.
Welche Menge Sellerie brauche ich für 500ml Saft?
Das hängt von deinem Entsafter ab. Bei meinem Angel Juicer reichen meist 700-800g Sellerie. Bei Zentrifugalentsaftern brauchst du oft 900-1000g für die gleiche Menge. Ein Bund Staudensellerie wiegt durchschnittlich 500-700g, du brauchst also mindestens 1,5 Bunde.
Kann ich den Trester weiterverwenden?
Auf jeden Fall! Der Trester ist noch voller Ballaststoffe. Du kannst ihn in Gemüsebrühe kochen, zu Bratlingen verarbeiten oder als Basis für Smoothies nutzen. Ich friere portionsweise ein und gebe ihn später in Suppen.
Warum schmeckt mein Selleriesaft manchmal bitter?
Bitterkeit kommt oft von älteren, äußeren Stangen oder von Sellerie, der schon länger liegt. Frischer Sellerie schmeckt milder. Auch die Jahreszeit spielt eine Rolle – im Winter ist Sellerie oft intensiver im Geschmack. Ein Trick: Verwende mehr von den helleren, inneren Stangen.
Fazit: Finde dein perfektes Selleriesaft Rezept
Nach mehr als zwei Jahren täglichem Selleriesaft kann ich dir sagen: Die beste Methode ist die, die du durchhältst. Für mich ist das Methode 1 mit dem Angel Juicer und das pure Rezept ohne Zusätze. Die hohe Saftausbeute rechtfertigt den Zeitaufwand, und die Qualität des Safts ist einfach überzeugend.
Aber vielleicht passt für dich Methode 2 mit einem schnellen Zentrifugalentsafter besser. Oder du startest mit Methode 3 und dem Mixer, den du eh schon hast. Beim Geschmack gilt das Gleiche: Wenn dir Rezept 2 mit Gurke den Einstieg erleichtert, dann fang damit an.
Das Wichtigste: Fang an. Der erste Schluck ist vielleicht gewöhnungsbedürftig, aber dein Körper wird es dir danken.
Ich merke inzwischen deutlich, wenn ich meinen Morgensaft auslasse. Mir fehlt diese klare, leichte Energie für den Tag. Das ist keine Einbildung – das ist einfach das, was passiert, wenn du deinem Körper regelmäßig hochkonzentrierte Nährstoffe gibst.
Starte mit einem einfachen Selleriesaft Rezept, bleib drei Wochen dabei, und entscheide dann, ob es für dich funktioniert. Nicht jeder Trend passt zu jedem – aber Selleriesaft ist einer, bei dem es sich lohnt, ehrlich zu probieren.
Bereit anzufangen? Dann schnapp dir eine Stange Sellerie und leg los. Dein Körper wartet.
Passende Blogartikel:
Quellen:
- Medical Medium (Anthony William): „Celery Juice – Der ultimative Superfood-Drink“
- Studie zur Bioverfügbarkeit von Pflanzenstoffen durch mechanische Verarbeitung
- DGE – Sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Wirkung auf die Gesundheit: https://www.dge.de/wissenschaft/fachinformationen/sekundaere-pflanzenstoffe-und-die-gesundheit/
- Ernährungs Umschau – Sekundäre Pflanzenstoffe Teil 2: https://www.ernaehrungs-umschau.de/print-artikel/11-09-2019-sekundaere-pflanzenstoffe-teil-2/
- Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Empfehlungen zu Gemüsesäften
- Zentrum der Gesundheit: Nährstoffe in Staudensellerie
Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultiere bitte einen Arzt oder Heilpraktiker.
Schreib doch super gerne mal, ob du schon Erfahrungen mit Selleriesaft gemacht hast. Freue mich sehr über Austausch!
xx
Yvi

